Welches sind die typischen Problembereiche des Unterrichts?

Typische Problembereiche des Unterrichts wurden in der Vergangenheit bereits empirisch ermittelt und in zehn so genannten Modulen zusammengefasst. Grundschullehrerinnen und -lehrer kennen diese Bereiche häufig aus ihrer eigenen Arbeit. Mithilfe des Gerüsts der zehn Module (und der zugehörigen Modulbeschreibungen für Mathematik und Naturwissenschaften) können sie ihre speziellen Probleme besser eingrenzen und systematischer bearbeiten. Die Module sind:

G1   Gute Aufgaben
G2   Entdecken, Erforschen, Erklären
G3   Schülervorstellungen aufgreifen, grundlegende Ideen entwickeln
G4   Lernschwierigkeiten erkennen
G5   Talente entdecken und unterstützen
G6   Fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten
G7   Interessen (von Mädchen und Jungen) aufgreifen und entwickeln
G8   Eigenständig lernen — gemeinsam lernen
G9   Lernen begleiten — Lernerfolg beurteilen
G10 Übergänge gestalten

Zu jedem Modul stellte der Programmträger IPN eine Informationsschrift (Modulbeschreibung) zur Verfügung, jeweils für Mathematik und für Naturwissenschaften. Hier fanden und finden Lehrkräfte fachdidaktische Hintergrundinformationen zum Modul sowie Anregungen für die gezielte Weiterentwicklung ihres eigenen Unterricht.

Die Module G1 bis G3 sind Basismodule. An mindestens einem Basismodul arbeitete jedes Schulteam. Aus den Modulen G4 bis G10 wählten sie zur Ergänzung Module aus, die sich in Kombination mit dem Basismodul zur intensiven Bearbeitung von SINUS-Schwerpunkten anboten. So ließen sich die Module G1 bis G4 unter den Themen Diagnostik und Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten zusammenfassen.
Zu den Themen Differenzierung und Lernschwierigkeiten konnte man die Module G5 und G8 kombinieren.